Montag, 26. Oktober 2020

Spanien im Alarmzustand

Wie gestern von Pedro Sánchez auf einer Pressekonferenz mitgeteilt  ist Spanien wieder in einem Alarmzustand. Zehn autonome Gemeinschaften sowie Melilla (und gestern gelesen auch Mallorca am Samstag) hatten es beantragt.

Vorweg: Die Kanaren haben aber einen Sonderstatus erhalten weil die Pandemie hier einen ganz anderen, positiven Verlauf genommen hat als auf dem Festland.

Was aber sonst noch zu wissen ist:

Die "Estado de Alarma" verläuft dieses Mal anders als im Frühjahr.

Das neue Dekret zu diesem Alarmzustand sieht vor das es eine allgemeine Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens gibt. In dieser Zeit darf man sich nicht mehr auf der Straße aufhalten, es sei denn es gibt triftige Gründe wie z.B. Arbeitswege, Notfälle.  Jede autonome Gemeinschaft kann diese Ausgangssperren allerdings zeitlich auch verändern (je eine Stunde vorziehen und verlängern)

Zudem können die Gemeinschaften auch die Ein- und Ausreisebestimmung bestimmen. Sie dürfen dann ein Gebiet entweder vollständig oder zum Teil sperren. Somit ist die Zentralregierung raus aus der Entscheidung. Voraussetzung sind allerdings auch triftige Gründe  zur Entscheidung und natürlich sind bestimmt Gründe der Nichteinhaltung wie z.B. Arbeitswege oder gesundheitliche Gründe davon ausgenommen.

Menschenansammlungen von mehr als sechs Personen sind untersagt. Zwar ist dies schon in vielen Regionen von Spanien bereits die Regelung, allerdings sei es Sánchez wichtig die Kontakte zwischen den Menschen zu begrenzen.

So erwähnte Sánchez mit aller Deutlichkeit das die Kanaren ausgenommen sind weil die Entwicklung sehr positiv ist. Also bleibt auf den Insel erst einmal alles so wie es ist. Allerdings kann die lokale Regierung nun auch weitere Maßnahmen bezüglich der Ein- oder Ausreise in andere Regionen Spaniens vornehmen. Hier bleibt es nun abzuwarten was passieren wird.

Wie immer gilt dieser Alarmzustand für 15 Tage, allerdings wird schon davon gesprochen das die Spanische Regierung in dieser Woche durch das Parlament sofort bis April/Mai 2021 verlängern lassen will. Natürlich mit dem Hinweis das er auch bei positiver Entwicklung vorzeit aufgehoben werden kann. 

Ziel sei es den Inzidenz Wert von 25 auf 100.000 Einwohner in ganz Spanien zu erreichen, und dies nicht innerhalb von 7 sondern von 14 Tagen. Die Zahlen seien, gerade auf dem Festland extrem hoch (378 pro 100.000) und man befände sich in einer extremen Situation, laut Sánchez. 

Dieser neue Alarmzustand solle mit den Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid19 schützen aber auch gleichzeitig ermöglichen dass die Wirtschaft im Land keinen weiteren Schaden nimmt.

Er appellierte auch nochmals die Kontakte so weit wie möglich zu begrenzen und sich an die Schutzmaßnahmen zu halten.


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