Weil
ich hin und wieder mal gefragt werde was das eine oder andere Wort für
eine Bedeutung hat, bin ich auf die Idee gekommen nach und nach ein paar
gängige Begriffe zu erklären (siehe Labels in der Sidebar):
G wie
Guachinche
Diesen Namen kann man auf der Insel öfters lesen. Meist auf selbstgemalten Schildern stehen diese am Wegesrand, und wer noch nie davon gehört hat, der fragt sich bestimmt was dahintersteckt.
Eine legale Guachinche (eigener Weinanbau, eigene Produkte, kein Zukauf, keine Fremdweine) kann ein kleines Abenteuer sein, und normalerweise dürfen sie auch nur ein paar Wochen nach einer Weinernte geöffnet sein (alle Anderen sind illegal und eigentlich nicht zugelassen).
Die Weinbauern dürfen nach der Ernte und Verarbeitung in ihren eigenen Guachinchen ihre Weine verkaufen und zur Verköstigung werden ein paar wenige hausgemachte Gerichte mit angeboten. Somit kann sich so eine Guanchinche schon einmal in einer Garage wiederfinden, oder in mit Tischen und Bänken bestückten Höhlen. Urig sind sie auf jeden Fall und ein Besuch lohnt sich.
Guagua
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| Titsa Busse sind immer Grün |
Wer auf der Insel nach einem Bus fragt, der sollte nicht "Autobús" sondern sofort "Guagua" sagen. Diese hiesige offizielle Bezeichnung soll angeblich von Rückwanderen aus Kuba erfolgt sein.
Die hiesigen Busverbindungen der Titsa sind für Nicht-Autofahrer oder Nicht-Leihwagennehmer einfach genial. So kommt man selbst noch auf kleine Dörfer von A nach B und kann sich vorab immer auf der Website (klick) schlau machen.
Godo
Wer diese Bezeichnung hört oder in einer oftmals vorhandenen Parole liest, der kann sicher sein dass er als Tourist aus z.B. Deutschland nicht gemeint ist. Diesen negativ gemeinten Namen erhalten die Festlandspanier von den Canarios. Diese sind nämlich nicht gerade sehr gut auf sie zu sprechen. Die Kanaren sind zwar autonom, allerdings durch den Beitritt zur EU wird alles über Madrid geleitet d.h. die meisten Entscheidungen treffen die Canarios besonders hart, und da wird ohne Rücksicht auf Verluste und vor allem dem Inselleben keinerlei Rücksicht darauf genommen.
Guanchen
Noch immer nicht hunderprozentig geklärt von wo nun die ersten Siedler der Inseln kamen, werden nichts destro trotz die Ureinwohner der Insel Guanchen genannt.
Sie bestritten ihren Lebensunterhalt mit Land- und
Viehwirtschaft sowie dem Fischfang. Gewohnt haben sie in Höhlen und
waren sehr begabt in Töpferarbeiten. Das Zusammenleben soll sehr
harmonisch und gerecht gewesen sein.
Hier noch ein kleines Video das ich in 2012 im Zusammenhang des Besuches in Pueblo Chico gemacht habe.