Mittwoch, 22. April 2015

Hornos de Cal


Wer Puerto de la Cruz besucht dürfte an ihnen unter Garantie auch mal vorbeikommen. 


Da dort aber keine Parkmöglichkeiten sind, und die Straßenführung des "Pulpo" die Konzentration voll auf den Verkehr lenken lässt, werden sie als Fahrer vielleicht nur im Augenwinkel wahrgenommen.


Falls man allerdings die Möglichkeit und die Lust hat, dann sollte man dort mal vorbeigehen und sie sich anschauen:

Die Hornos de Cal



Von der spanischen Regierung im Jahr 1993 zu einem künstlerischen Denkmal ernannt, stammen diese Bauten aus dem späten neunzehnten Jahrhundert. Dabei handelt es sich um Brennöfen die zur Herstellung von Kalk und Gips dienten.


Aus solidem Stein gebaut wurden Kalksteine von Fuerteventura mit einem Boot in den Hafen von Puerto de la Cruz gebracht, weiter nach hier oben transportiert, wo vierzehn Männer von Tagesbeginn bis in die Nacht ihre Arbeit verrichteten.


Kalk und Gips werden teilweise (seltener) auch heute noch benutzt um Häuser auszubessern und zu weißen, allerdings wurde die Herstellung in diesen Backöfen nur bis 1940 ausgeführt. Andere Ersatzprodukte wie z.B. Zement oder auch Plastikfarben nahmen den Markt ein, und die industrielle Herstellung war günstiger.


An dieser Erhaltung und Restaurierung zeigt sich mal wieder wie früher gearbeitet wurde, und es ist eine Erinnerung an eine vergangene Ära der Insel.


Adresse: Calle Las Cabezas, nº 5d - leider ohne Beschreibung bzw. Erklärungstafeln konnte ich nicht in Erfahrung bringen um was es sich bei der o.g. Maschine handelt.

Übrigens steht auch hier die Convolvulus (klick)



Kommentare:

  1. Das schaut alles wirklich interessant aus, was es da so bei Euch zu entdecken gibt - und prima, wie Du darüber berichtest. Die modernsten "Straßenmalereien" (wenn die auf den Inseln mal ins Malen kommen, dann aber richtig!) - bis zur...und die erkennst Du nicht??? ("Máquina contra vegano" - man schaute ihr früher in ihrer Bewegung zu und wurde von veganen Gedanken ferngehalten - daß sie nicht mehr in Betrieb ist - nun ja, das Ergebnis begegnet uns allerorten...
    Ich grüße auch meine veganen Mitmenschen, habt alle einen schönen Tag und es werde jeder auf seine Art selig!

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    1. Ja, es gibt wirklich viel zu entdecken, wenn man dann entdecken mag und als Urlauber nicht nur wie eine Sardine in der Sonne brutzeln möchte ;-))

      Ich weiß noch wie ich das erste Mal auf Mallorca war, meine ehemalige Arbeitskollegin meinte: "Du hast in zwei Wochen mehr gesehen als ich in zehn Jahren die ich schon dort hinfahre" ;-)) (sagt alles, gelle)

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  2. Sehr schöne Bauten! Sowas darf nie verschwinden, denn es gibt der Landschaft soviel Atmosphäre und die Erinnerung an die alten Zeiten ist einfach schön und wichtig. GlG Anne

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    1. Ja, das finde ich auch, auch wenn ich mittlerweile einige Leute kennengelernt habe die nicht wissen was es ist (sind schon mehr als 15 Jahre auf der Insel) ider sogar total falsche Info bekommen haben.

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  3. Guten Morgen, liebe Nova,
    das war jetzt echt interessant. Gips zum ausbessern von Wänden kenne ich auch. Bevor mein Vater die Wände tapeziert hat, mußten erst die Löcher und Spalten in den Wänden vergibst werden. Aus Gips haben sie sogar ganze Wände einen sogenannten Gipsputz gemacht. Der sah sogar recht schön aus.

    Hab einen schönen Tag meine Gutste
    LG Paula ♥

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    1. Meine erste Begegnung mit Gips hatte ich mit 10/11 Jahren als ich mit im Winter das rechte Handgelenk gebrochen hatte :-(( Drei Monate mit dem Ding habe ich mir das schreiben mit links beigebracht (total krackelig) *gg*

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  4. Gips und Kalk sind nach wie vor "die Naturprodukte" in der fachgerechten Erhaltung von Baudenkmälern. Schön, dass diese Kalkbrennöfen auch als Baudenkmal geschützt werden.
    Einen schönen Tag,
    Luis

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    1. Finde ich interessant, kenne solche fachgerechte Erhaltung "nur" von Lehmgebäuden. Hab ich mal in einem Projekt gesehen und war echt fasziniert davon.

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  5. Die sehen ja süß aus.
    Vor allem finde ich den Mix interessant (Bild 1) aus alt, nicht ganz so alt und neu. Und alles steht da ganz selbstverständlich zusammen. Das hat irgendwie schon was Märchenhaftes ...

    Liebste Grüße,
    Sonja

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    1. Jep, und auch wenn oftmals alt und neu nicht so zusammenpasst, hier finde ich es auch nicht so schlimm^^

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  6. Was für eine mühselige Arbeit damals, aber die Bauten sehen sehr interessant aus und erhalten bleibt ein Stück Geschichte.

    Liebe Grüße von Mathilda ☼

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    1. Das war es wirklich, auch wenn ja keine Riesenbauten sind (denke gerade an die Pyramiden). Dennoch wird viel Schweiß geflossen sein, denkt man auch an die damaligen Straßen ;-)

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  7. Wir waren schon dort zu Fuß von der Casablanca, aber wussten eben nicht, was diese Dinge sind. Jetzt weiß ich es. :-) Liebe Grüße

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    1. Ja, leider ist die Tafel dort verwaist. Finde ich auch traurig, aber vielleicht ändert es sich ja jetzt wo Puerto ein Umdenken bezüglich des Tourismus anstrebt ;-)

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  8. Es gibt so viele feine Ecken bei dir auf der Insel. Danke dass du sie uns zeigst.
    Liebe Grüsse
    Sylvia

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    1. Ja Sylvia, die gibt es wirklich. Danke dir ☼

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  9. Ich finde es klasse, das solche "Zeitzeugen" erhalten bleiben und gepflegt werden. Wieder sehr interessant dein Bericht.
    LG Sabine

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    1. Jaaa, das sehe ich auch so. Danke dir Liebe ☼

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  10. Hallo Nova,
    zum Abreißen auch viel zu schade, denn diese Anlagen sind solide gebaut und bieten einen schönen Anblick, ebenso die Convolvulus, die du gestern schon vorgestellt hast.
    sie hat wundervolle Blüten, die mich ein wenig an Ackerwinden erinnern.
    LGHeidi

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    1. Auf jeden Fall und Geschichte sollte immer erhalten bleiben :-)

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  11. Liebe Nova,

    ich träume auch im Moment von Urlaub. Gerade gestern haben wir überlegt mal wieder nach Teneriffa zu fliegen. Mein Schwiegerpapa hat ja ganz in der Nähe von Dir schon sehr sehr lange eine kleine Ferienwohnung. Unser letzter Besuch dort liegt schon 14 Jahre zurück. Ich mag die Insel ja sehr :-)) Wie schön dass Du uns wieder ein besonderes Plätzchen gezeigt hast.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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    1. Na, dann würde es sich doch anbieten, und 14 Jahre sind eindeutig zu viel ;-) Wirste wahrscheinlich staunen was sich alles verändert hat^^

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