Donnerstag, 12. Juni 2014

Denkmal der Weinverschüttung in Garachico

Zu sehen am Ortseingang von Garachico, befindet sich das Denkmal eines Mannes mit Hut und Weinfässern. Aus Carrara-Marmor vom Bildhauer Luís Alemán Montull (aus Gran Canaria) im Jahr 1996 gehauen, stellt es einen historischen Tag dar.


Im 17. Jahrhundert, genau in der Nacht vom 02. auf den 03. Juli 1666 fand in Garachico die größe Malvasia Wein-Überschwemmung auf den Ort statt. Genervt von den Ereignissen das der englische König Carlos der II. befahl jedes Erzeugnis an das Königreich abzutreten,  gab es im Weinhandel einen irrreparablen Niedergang und Ungleichgewicht. Die weitere Maßnahme war die Gründung der Monopole, die Weinpreise auf den Insel fielen und genau das wollten sich die Canarios nicht mehr gefallen lassen.


In dieser historischen Nacht trat eine Gruppe von drei- bis vierhundert maskierten Personen die Türen von Weinkellern ein, zerstörten die Weinfässer und verschütteten den Inhalt, der wie Fluten die Straßen hinunterfloss.  Das Unbehagen der Tinerfeños wuchs, die Proteste wurden immer heftiger und die Weinbauern beschlossen nicht mehr zu verkaufen. Eine Wiederherstellung des normalen Handels sollte vorangetrieben werden.


Kommentare:

  1. Schön etwas über den Hintergrund des Denkmals von dir zu erfahren

    lg gabi

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  2. ...guten Morgen Nova, schade um den Wein, aber wenns Gutem dient, dann muss es sein...lass dich grüßen von der Geli

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    1. So isses...und dann wehren sich die Einheimischen. Haben auch schon bei Demos Tomaten und Bananen vernichtet^^

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  3. ganz interesssnt dein Bericht!
    ja... es ging wohl oftmals schön früher skorupt zu und her...
    Eigentlich waren die Männer echt schlau und liessen sich nicht alles gefallen.
    Dein Foto dazu, ganz toll!
    glg

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    1. Oh ja, und leider gibt es das ja immer noch. Klasse finde ich dann einen Zusammenhalt, selbst wenn es an die eigene Substanz und Geldbörse geht.

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  4. Servus Nova,
    interessant deine Erklärung zu diesem "DENK-MAL" ! Aber ich glaube bei der Jahreszahl (1966) zum 17. Jahrhundert hat sich ein kleiner "Zahlendreher" eingeschlichen ?!
    Nix für Unguat und einen schönen Tag wünscht dir,
    Luis

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    1. Jep...da hat sich die 6 doch einfach auf den Kopf gedreht :-)))) Danke dir Luis, habe es gleich abgeändert^^

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  5. Das ist aber eine interessante Geschichte. Schön das es dazu ein Denkmal gibt. Wie du weißt, sind wir jedes Jahr in Kroatien, auch ein Weinland. Da schüttelst du auch nur mit dem Kopf. Einerseits ist der sehr gute Wein beim Weinbauer sehr günstig und in den Supermärkten recht teuer, viel teurer als in Deutschland.

    Liebe Grüße schickt dir Paula, die dir noch einen schönen Tag wünscht

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    1. Zumindest dürfen die Weinbauern ihr Produkt vor Ort dann günstiger anbieten. Ich weiß noch aus NovaScotia (CDN) dass sie es dort nicht dürfen. Da werden die Preise festgeschrieben. Hatte mich nämlich gewundert als ich ein Weingut besuchte und der Wein nicht günstiger war als im GetränkeShop (nur dort gibt es alkoholische Getränke)

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  6. Tja, man muss sich ja nicht alles gefallen lassen und die Weinbauern haben wohl zurecht gehandelt. Das Denkmal ist somit ein prima Mahnmal, um an die damaligen Ereignisse zu erinnern und nicht aus den Augen zu verlieren, dass Widerstand auch einen Sinn haben kann.

    Immer wieder schön, liebe Nova, Geschichten von und rund um Teneriffa hier bei dir zu erhalten.

    Und.......eure Bananen sind echt die besten, ehrlich!

    Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag wünsche ich dir
    Christa

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    1. Ja liebe Christa, so manchmal helfen solche Aktionen auch heute noch wenn Madrid wieder solche Heftigen Einsparungen und Änderungen anbringen will. Vom Festland lässt sich halt immer so einfach reden...

      Oh ja, das mit den Bananen finde ich auch, und auch da wird es leider den Bauern immer schwerer gemacht. Subventionskürzungen machen es nicht einfach (Export)

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  7. Und das Ding heißt wirklich Denkmal der Weinverschüttung??? Hört sich ja bekloppt an, auch mit deiner Erklärung. Naja, aber wie soll man auch sonst zu der Aktion sagen?!?! GlG Anne

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    1. Einen richtigen Namen hat es nicht, aber ich habe die Überschrift aufgrund der Tat so ausgewählt. Mann mit Hut und Weinfass fand ich nicht so spannend^^

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  8. Die Adligen waren früher alles Ausbeuter....
    Liebe Grüße Christa....

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    1. Jep....so wie heute noch einige Politiker ;-)

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  9. Hallo Nova,
    ...und wie ging die Geschichte weiter, hatten die Maskierten Erfolg, wurde der normale Handel wieder hergestellt?
    LG Heidi

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    1. Es dauerte noch aber letztendlich hatten sie damit Erfolg. Monopolstellungen waren noch nie gut.

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  10. Ein interessantes Denkmal . Schade aber um den schönen Wein . :)
    Liebe Grüsse Heike

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    1. Ja, das war es bestimmt, und auch heute noch ist es schade wenn Bananen oder Tomaten vernichtet werden. Dennoch ist es andersrum auch gut damit auf Missstände aufmerksam zu machen^^

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  11. Liebe Nova,
    eine beeindruckende Geschichte. Deine Detailfotos sind
    wunderschön und anschaulich. Danke dafür..
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Ich danke dir fürs Vorbeischauen und Kommentieren liebe Irmi

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  12. Ich finde es sehr beeindruckend, dass man den Leuten überhaupt ein Denkmal errichtet hat. Meist waren die Kassen ja eh immer leer. Auf jeden fall spricht es für das hohe Ansehen, den sich die Weinleute damit erworben haben. Schön wenn man zusammensteht und dann gemeinsam etwas erreicht.
    Erinnert entfernt an die Boston Tea Party.

    Liebe Grüße
    Arti

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    1. Oh ja, das kann man hier immer gut feststellen, aber auch den damit verbundenen Zusammenhalt der Gemeinschaft. Sie geben ihr letztes Hemd und ehren wo sie nur können. Sind ein tolles Volk die Tinerfeños

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  13. oh - schade um den Wein. Aber manchmal müssen solche Vorgehensweisen vielleicht auch sein ...
    Danke für die interessante Info zu dem Denkmal.

    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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    1. Oh ja, das war es wirklich...aber stimmt^^

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