Donnerstag, 28. Februar 2013

Dialyse im Urlaub


Eine Kommentarnachfrage hat mich dazu veranlasst mich diesbezüglich mal zu informieren und auch darüber zu berichten, denn:

Dialysepatient sein und keinen Urlaub auf Teneriffa machen können?

Nein, das muss nicht sein.

Bildausschnitt von der Bröschüre

Unterlagen vom Krankenhaus Hospiten haben mir einen Einblick gegeben wie es funktionieren kann. 

"Die Lage der Zentren in weltweit erstrangigen Fremdenverkehrsgebieten, sowie die Erfahrungen und das Engagement bei der Behandlung von Hämodialysepatienten führten zur Gründung des Dialyseclubs von Hospiten. Mit unserer Präsenz in den wichtigsten Fremdenverkehrsgebieten der Länder, in denen wir uns befinden, bieten wir menschliche und persönliche angepasste Betreuung mit allen Garantien, damit Sie Ihren Urlaub ohne Einschränkungen genießen können"
(Auszug aus der Bröschüre)

von der Broschüre

Patienten sollten sich mit u.a. Anschrift in Verbindung setzen und vier Wochen vor Urlaubsbeginn muss ein vollständiger medizinischer Bericht übersandt werden.  Dieser muss die Dialysedaten, sowie die Serologie von H.I.V., Hepatitis B und Hepatitis C enthalten.  Diese vier Wochen sind ein MUSS  und wenn die Unterlagen nicht 10 Tage vor Beginn dem Hospiten vorliegen wird der Termin abgesagt und anderweitig vergeben.

Mitgebracht werden muss ferner:

1. Die Kostenübernahmebestätigung der Krankenkasse     oder   des Versicherungsunternehmens über 202,91 Euro pro Dialyse und Termin.

2. Reisepass oder Personalausweis

3. Die eigenen Medikamente (EPO, Eisen...)

4. Privatpatienten die Gebühr pro Dialyse


Nach Anfrage erhalten Patienten ein Formular welches vom Arzt ausgefüllt und unterschrieben zurückgeschickt werden muss.

Wer dieses Infomaterial haben möchte, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Ich kann es per Mail als Anlage im PDF-Format zusenden. 

Genauere Infos und Anfragen bei

David Engblom
Hospiten Tamaragua
E-Mail: dengblom@hospiten.com
Tel: 0034-661053519


Anmerkung: Stand Februar 2013,  für Änderungen übernehme ich keine Haftung      


Ich persönlich finde es jedenfalls schön dass man trotz dieser Krankheit auch auf Teneriffa Urlaub machen kann, mit dem Wissen gut betreut zu sein.


Kommentare:

  1. Als nicht-Betroffene wundert es mich natürlich, dass Menschen mit solchen Krankheiten an einen Urlaub denken... Ok, nicht jd Krankheit fesselt ans Bett und auch nicht jede Krankheit fühlt sich an wie ein Weltuntergang. Jdfls finde ich es toll, dass du dich informiert hast, und diese Info hier für alle Interessierten zugänglich gemacht hast.
    huuuuuuuuuuugs, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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    1. Och, das kann ich gut verstehen. So ist die Sehnsucht nach Tapetenwechsel bestimmt auch sehr groß, gerade wenn wenn der Alltag doch sehr bestimmt und vorgegeben wird.

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  2. Liebe Nova
    Ich finde es toll das diese kranken Menschen Urlaub machen. Ich habe für meinen Opa auch immer Urlaubsorte gefunden, wo er an die Dialyse kam. In vielen Urlaubsregionen ist das möglich. Er hat wohl immer nur in Deutschland Urlaub gemacht mit dem Bus, Seniorenreisen und es war eine Abwechselung.

    Liebe Grüße
    Angelika

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    1. Finde ich auch wichtig, denn die Lebensqualität dürfte genug eingeschränkt sein :-(((

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  3. WOUW Petra,

    finde ich supercool mich selber betrifft es GsD nicht und macht macht sich als unbetroffener gar keine Gedanken über so was nun sieht man das mal aus einem anderen Blickwinkel, lieb von dir ;-)

    LG Achim

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  4. Das finde ich super. Solche Infos sind im Netz bestimmt rar gesäht und Dialysenotwendigkeit sollte die Lebensqualität nicht soweit einschränken, dass man keinen Urlaub mehr machen kann. Der jüngere Bruder meiner ältesten Schulfreundin war jahrelang auf Dialyse angewiesen, er hatte Akutes Nierenversagen mit 19!!! Hätte der nicht mal in Urlaub fahren können, ich glaube der wär bekloppt geworden. Und es hat immer alles super geklappt. Jetzt hat er ne Spenderniere, aber einfach ist das auch nicht. LG Anne

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    1. Heftig, gerade wenn man auf irgendeine Weise indirekt damit konfrontiert wird. Ich stelle es mir auch sehr schwer vor, so mag ich nicht gerne an irgendwelche regelmässigen Termine gebunden zu sein. Spontanität ist eher mein Ding, und das ist dann ja wirkich ausgeschlossen.

      "Mein Kommentarnachfrager" hat dieses Glück nun auch gehabt, und ich drücke alle Daumen das die Niere akzeptiert wird und das Leben sich ein wenig einfacher gestaltet.

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  5. Ich finde es wahnsinnig toll, daß du dich nach solchen Sachen auf Anfrage erkundigst. Ich habe auch Dialysenpatienten und habe schon oft mir es überlegt, ob wenn jemand noch jung ist und diese Behandlung 3x pro Wo. lebensnotwendig braucht, ob der arme derjenige nie mehr in Urlaub fahren kann???
    Die Organisation scheint aber sehr kompliziert zu sein, ist aber gut, daß es doch eine Möglichkeit gibt.
    Liebe Grüße, Andi

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    1. Hört sich wahrscheinlich komplizierter an als es ist. Dort im Hospiten haben sie seit Jahren wohl einige Urlaubspatienten die ihre Winter immer auf der Insel verbringen. Denke mal das Schlimmste dürften wieder die Anträge bei der KK in D. sein :-((

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  6. Ich wusste gar nicht, daß es überhaupt solche Angebote gibt. Es können also auch Betroffene mal an einen Urlaub im Ausland denken.

    Toll von dir, daß du auf eine Leseranfrage hin recherchiert und den Artikel geschrieben hast.

    LG Hans

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    1. Mir auch nicht wirklich, von daher finde ich es auch immer klasse wenn Fragen kommen. Ich helfe immer gerne wenn es mir möglich ist.

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  7. toll nova, das du dich auch darum kümmerst. ♥

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    1. Sowas mache ich gerne, gerade wenn man vor Ort ist kann man ja eher nachfragen oder kennt jemanden, der wieder jemanden kennt usw. ff.

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  8. wieder eine tolle Info! das sind Informationen die bestimmt nicht in jedem Reiseführer zu finden sind.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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    1. Stimmt...zumindest in den Alten, die ich hier noch im Schrank stehen habe, kann man diesbezüglich nix finden.

      Würde sich wahrscheinlich negativ lesen, auch wenns positiv ist.

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