Montag, 4. Mai 2009

Nispero/Wollmispel




Die spanische Nispero stammt aus China und Japan, ihr korrekter deutscher Name heißt Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica), weil die Blätter des immergrünen Baums auf ihrer Unterseite leicht behaart sind. In der Literatur findet man sie auch als Loquat oder Brasilianische Aprikose. Die Wolle ist nicht nur hübsch anzufassen, sie vertreibt Schädlinge: Blattläuse, Milben oder Spinnen findet man in Nispero-Bäumen nicht, auch Schild- und Wolläuse, Mehltaupilze und Blattfleckenkrankheiten sind unbekannt. Die Nispero ist quasi ein Öko-Produkt, Insektizide zum Beispiel müssen nicht gespritzt werden.

Nach Europa kam die Nispero Ende des 18. Jahrhunderts, nach Spanien sogar erst um 1850. Die Nispero mag es richtig heiß, schon bei etwa Minus 5 Grad geht sie ein. Wird sie beim Transport zu arg geschüttelt, bekommt sie braune Flecke und lässt sich nicht verkaufen. Deshalb kennt man sie in Deutschland kaum. Nur 500 Tonnen im Jahr werden aus Callosa nach Deutschland exportiert, das meiste davon essen die Türken. Viele Deutsche stehen der Nispero, zu deutsch Mispel, reserviert gegenüber, die Frucht ist nur wenigen bekannt. Dabei hat gerade die deutsche Mispel, ihr korrekter botanischer Name lautet ‚Mespilus germanica’, nicht unerheblich zur allgemeinen Verwirrung um das Rosengehölz beigetragen.

Trotzdem leuchten die Augen von Ernährungsexperten, wenn sie von Nisperos erzählen. Nisperos zaubern demnach aus Winterdepressionen fidele Frühlingsgefühle, ihr hoher Gehalt an Karotin ist gut für Haut und Augen und hilft bei der Krebsvorsorge. Kalium (rund 200 Milligramm auf 100 Gramm!), Kalzium und andere Mineralien entschlacken den Körper. Nisperos haben kaum Kalorien, und sie schmecken einfach super. Das Fruchtfleisch erinnert ein wenig an Aprikosen, die Haut an Pfirsich.

Die Nispero fristet, kulinarisch und global gesehen, ein eher zurückgezogenes Dasein, allerdings nicht hier auf der Insel, denn sie ist eine tolle Frucht und man kann auch eine leckere Marmelade daraus machen. Habe es selber ausprobiert und werde diese dann meinen Gästen anbieten können. :-)


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